Polen | Krakau – die Altstadt

Krakaus Altstadt

Seit 1978 ist die Altstadt von Krakau (pl. Kraków), also der Kern der früheren polnischen Hauptstadt in Südpolen, in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen worden.

Diese Altstadt liegt an der Weichsel (pl. Wisła) unterhalb des Burgbergs Wawel mit dem Königlichen Schloss und der Wawel-Kathedrale.

Rund um die Krakauer Tuchhallen

Neben diesem Wawelhügel-Komplex besteht das Altstadt-Ensemble aus der der mittelalterlichen Kernstadt Krakaus und dem Stadtteil Kazimierz (mit dem Vorort Stradom). Die Kaufmannsstadt des 13. Jahrhunderts besitzt Europas größten Marktplatz (pl. Rynek Główny) und zahllose historische Häuser, Paläste und Kirchen mit prächtiger Innenausstattung.

Hejnał Krakau

Hejnał ist ein polnisches Signal des Triumphes, das meist mit einer Trompete oder durch ein Glockenspiel von einem Turm (Rathaus, Kirche o. Ä.) abgespielt wird. Heute wird es eher als traditionelles kulturelles Erbe angesehen und zum Teil täglich um die gleiche Uhrzeit, meist vom Rathaus aus, gespielt.

Das Krakauer Hejnał Mariacki wird auch der Abgebrochene Warnruf (Przerwany Hejnał) genannt. Es wurde im Mittelalter zur Morgen- und Abenddämmerung gespielt, um die Öffnung und Schließung der Stadttore anzukündigen. Seit 1810 wird es wieder regelmäßig aufgeführt, zu jeder Stunde in die vier Himmelsrichtungen, und seit 1927 auch zur Mittagszeit im Radio übertragen.

Im 20. Jahrhundert verschmolzen historische Tatsachen (z. B. Schlacht bei Wahlstatt im April 1241), Legenden, und das 1928 erschienene Kinderbuch des Amerikaners Eric P. Kelly zu der erstmals 1935 in Reiseführern erwähnten Legende, wonach das Signal abbräche, weil beim Tatarenangriff von 1241 der Trompeter von einem Pfeil getroffen worden sei.

Nun werde ihm zu Ehren das Hejnał immer nur bis zu dem Ton gespielt, den der Trompetenspieler als letzten vor seinem Tode noch gespielt habe.

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Quelle: Wikipedia